Das Projekt „ Ritter und Burgen“ wurde an unserer Schule in einem Zeitraum von ca. 4 Wochen mit der Klasse 4a durchgeführt.
Das Projekt gestaltete sich fächerübergreifend. Folgende Fächer waren beteiligt:
  • Deutsch
  • Heimat- und Sachunterricht
  • Bildende Kunst
  • Textiles Werken
  • Mathematik
  • Musik
 

1. Bausteine des Projektes im Deutschunterricht

Im Folgenden werden einzelne Bausteine, wie sie im Deutschunterricht durchgeführt wurden, dargestellt:

  • Gedichte: „Ich zoch mir einen valken“, „Du bist min, ich bin din“
  • In alter Sprache lesen
  • „Übersetzung“ ins Neuhochdeutsche
  • Sprachvergleich: Mittelhochdeutsch – Neuhochdeutsch und spielerischer Umgang mit beiden Sprachversionen
  • Sagen: „ Der langnasige Riese von den Teckwäldern“
    • Lesen, besprechen, Sagenbegriff erklären, Fragen zum Textverständnis
    • Sage weiterschreiben und präsentieren: Der Riese berichtete seiner Frau von dem Vorfall in Owen....
    • Erzählung in der Ich-Form und Ende weiterentwickeln (Auch andere Sagen wären möglich gewesen).
  • Das Leben auf der Burg
    • Anhand eines großen Burgmodells werden die Teile der Burg verbalisiert, aufgeschrieben und erklärt (teilweise wird ein Lexikon hinzugezogen).
    • Das Burgmodell wird als Sprechanlass genommen, um mehr über das Leben auf der Burg zu erfahren. Hierbei wird beachtet, dass in der Vergangenheit formuliert wird, z.B.: Im Palast lebte der Burgherr (Verben in der Vergangenheit werden betrachtet und auf ihre Veränderungen wird hingewiesen).
    • Lernzirkel zum Thema Vergangenheit:
      1. In Vergangenheitssätzen den Satzgegenstand finden.
      2. Tabelle zu verschiedenen Zeitformen finden.
      3. Die Geschichte „Das große Turnier“ in die richtige Reihenfolge setzen und die Verben in der Vergangenheitsform heraussuchen und unterstreichen.
      4. Den Text „Arbeiten auf der Ritterburg“ vervollständigen.
      5. Textsequenzen ordnen und in die Vergangenheitsform setzen.

Im Anschluss an diesen Lernzirkel erfolgt eine Lernkontrolle. Der Text „So lebten die Bauern früher“ muss dabei in die Vergangenheitsform gebracht werden.

Burgmodell
Burgmodell

Till Eulenspiegel

Anhand von verschiedenen Till Eulenspiegel-Geschichten wird die Lesefähigkeit geschult. Zudem werden Fragen am Text erörtert, diese Geschichte gespielt und auch neu erfunden wird.

 

Der kleine dicke Ritter

  • Einen Text in verteilten Rollen lesen.
  • Fragen zum Text beantworten ( Leseverständnis).
  • Ein Rollenspiel erarbeiten und ein Ende der Geschichte dazu ausdenken, aufschreiben und auch vorspielen.
    Folgende Anregungen wurden vorgegeben:
    • Der kleine dicke Ritter
      • .... geht mit einem Drachen spazieren
      • .... soll einen widerwärtigen Zauberer verjagen
      • .... soll eine Räuberbande fangen.
 

Das/dass:

  • Die Problematik anhand eines Till Eulenspiegeltextes erfahren, selbständig die Regel erarbeiten und mit eigenen Worten formulieren.
  • Zur Sicherung, Festigung und Übung einzelne Aufgaben einer Lerntheke bearbeiten.
 

Orts- und Zeitangaben:

  • Das Burgmodell dient als Sprechanlass: Verschiedene Positionen der Playmobilritter sollen von den Kindern benannt werden.
  • Anschließend sollen sie Sätze dazu aufschreiben und die Ortsangaben kennzeichnen.
  • Anhand eines Suchbildes (Arbeitsblatt) – mehrere Kinder sind in einer Burgruine versteckt - sollen die Positionen der Kinder zuerst mündlich und dann schriftlich formuliert werden. Auf genaue Ortsangaben wird geachtet.
  • Text „ Der Burgbau vor 1000 Jahren“: Fragen zu Orts- und Zeitangaben beantworten.
 
Besuch von Schloss Wäscherburg bei Wäschenbeuren: Die Besichtigung dieser Burg stellte den Abschluss des Projekts dar. Die Schüler können endlich ihre vielen Erfahrungen in „echt“ anschauen. Zu sehen ist konkret, was vorher an Modellen, Abbildungen veranschaulicht wurde, beispielsweise: Der Aufbau einer Burg, die Wehrmauer, Ritterrüstungen, Ritterhelme usw.
 
 
  • Rittermahl: Gemeinsam werden in der Schulküche „Arme Ritter“ gebacken. Dieses Rittermahl wird dann gemäß den Tischsitten der Rittersleute eingenommen.
    • Arbeiten nach einem Rezept
    • Kennenlernen der Tischsitten im HuS- Unterricht
 
  • Zeitungsartikel: Während der Durchführung des Projektes sind in der örtlichen Tagespresse zum Thema Ritterturniere, Ritterspiele und Rittergeschichten einzelne Artikel veröffentlicht worden. Diese wurden in den Unterricht mit einbezogen und dienten als Erzählanlässe und zur Motivation selbständig weitere Informationen z.B. übers Internet zu erhalten.
 
  • Bänkelgesang: Die Schüler erstellten zunächst in Einzel- oder Partnerarbeit eine geeignete Ritter - Geschichte. Nach Art eines Bänkelgesangs sollten die Geschichten dann abschnittsweise in Bildern zeichnerisch (Holzstiften) dargestellt werden. Auf einem Schemel stehend, mit passender Verkleidung, wurden die Bildergeschichten schließlich nachdem sie aufgeklebt wurden, vorgetragen. Ein Schüler las vor, der andere zeigte das passende Bild.

Während der Projektwochen gab es eine Reihe an Literatur, die die örtliche Bibliothek zur Verfügung gestellt hatte. Aber auch Schüler haben Materialien mitgebracht und auch selbst gebastelt. So sind ganze Ritterrüstungen entstanden.

 

2. Heimat und Sachunterricht

  • Kinder auf der Burg
  • Nahrung und Tischsitten
  • Sitten und Bräuche im Mittelalter
  • Aufbau und Standort einer Burg
  • Kleidung der Menschen
  • Ritterrüstung
  • Zahlungsmittel
 

3. Bildende Kunst

  • Nach einer Vorlage wurde ein Kirchenfenster des Straßburger Doms gestaltet.
  • Bilder zum Bänkelgesang
  • Till Eulenspiegel
  • Diverse Zeichnungen im Ritterheft
 

4. Textiles Werken

  • Erstellen von verschiedenen Wappen
  • Erstellen einer Hellebarde oder anderer Waffen aus Pappe
  • Ergänzen und konzipieren von Burgmodellen
  • Ausschneiden eines Ritters aus einer Vorlage, Heftumschlag herstellen Ritter auf kleben und anmalen
 

5. Mathematik

  • In Mathematik wurden verschiedene Textaufgaben auf die Ritterzeit bezogen Mathearbeit
  • Arbeitsblatt in der Anlage
 

6. Musik

  • Verschiedene Ritterlieder z.B. Die Gräfin Ardelett, Text und Melodie von Christa Zeuch
 

Abschlussgedanken zum Projekt:

Die Schülerinnen und Schüler Leo, Rene, Sanja, Kassandra, Hermann, Moritz, Colin, Tim, Svetlana, Sandra, Hung, Kerstin, Laura, Vanessa und Ann Kathrin, der Klasse 4a waren von den Projekttagen total begeistert und sagten: „Das war einfach spitze!“ Überall berichteten sie von dem Erfahrenen. Im Rahmen einer Abschlussfeier des 4. Schuljahres wurde ein Besuch im Römerpark Köngen durchgeführt und die Schüler erfuhren noch sehr viel über die Zeit der Römer und deren Lebensweise. Viele Vergleiche mit dem Mittelalter wurden gezogen. Dank allen, die Ideen und Arbeit in dieses Projekt investierten, ganz besonders auch den beiden Referendarinnen Frau Fritz in HuS und Frau Hagmeier, die die anderen Fächer gemeinsam mit der Klassenlehrerin begleitete. Dank auch an Eltern, die uns unterstützten.